Mittwoch, 13. März 2013

Mein Dezember als FÖJ-ler

In der ersten Dezemberwoche machte ich das erste Mal einen Geocaching-Ausflug mit – im Rahmen einer Erlebnispädagogik-Einheit. Im Schönberger Forst hat meine Anleiterin nämlich den ein oder anderen Cache und dazugehörige Geschichten und Pfade aus- und angelegt. Am 6. Dezember besuchte mich eine Hauptschulklasse im Waldhaus und prompt stand der Nikolaus in der Tür. Nachdem er allen aus ihrem Verzeichnis im goldenen Buch vorgelesen hatte und jedem der insgesamt doch recht braven Kinder ein kleines Päckchen überreicht hatte, bekam auch ich eine leckere Packung Süßigkeiten, Mandarinen und Nüsse.
Den ersten Schnee hatten wir schon liegen, es war also schlichtweg unmöglich, nicht spätestens jetzt in Weihnachtsstimmung gekommen zu sein.
Niedrigseilgarten Naturerlebnispfad
Am selben Tag durfte ich dann noch meine erste Vereinssitzung miterleben. Die meiste Zeit ging es um die Vereinssatzung, die irgendwie irgendwann mal geändert wurde – kurz: ich habe kaum verstanden um was es ging. Bürokratie war noch nie so mein Ding Zwinkerndes Smiley. Dass ich an diesem Tag erst sehr spät abends nach hause kam, wurde aber durch das viele Lob, dass ich vom Verein bekam, wieder gut gemacht. Die Projekte, die ich vorschlug, kamen gut an. Eines davon mit dem Thema Frühjahrsblüher ist mittlerweile fertiggestellt und hängt am Waldhaus aus. Außerdem stellte ich noch ein Bild, dass ich lustigerweise auf 9gag entdeckt hatte, vor:
Auch diese Idee kam bei allen gut an. Mit etwas Glück wird dieses Schlagzeug aus Holz ja im Sommer vom Forstamt beim Klanghaus aufgebaut. In der nächsten Woche trafen wir uns dann noch einmal, um mögliche Projekte zu besprechen, für die wir unser Budget vom Forstamt einsetzen könnten. Neben dem unbedingt notwendigen neuen Ofen nahmen wir dabei weitere Module für unseren Niedrigseilgarten ins Visier sowie eine Seilbahn für den Waldspielplatz und einen Pferde-Anbindebalken am Haus.
Gleich am nächsten Morgen war ich, trotz viel zu wenig Schlaf, dann auf der nächsten Baustelle gefragt. Ich half im Bistro der Berufsschule aus und schnitt dabei Brezen und Laugenstangen und bestricht/belegte diese dann anschließend zu Butterbrezen und Tomate-Mozzarella-Stangen. Zur Belohnung bekam ich Gratis-Muffins. Wieder ein Punkt für die Weihnachtsstimmung.
In den letzten Tagen dieser Woche und den ersten der nächsten kam massig Schnee herunter, so dass es am Ende unmöglich war, über den Waldweg noch mit dem Fahrrad zu fahren. Bis ich schließlich den besten Weg gefunden hatte, trotzdem weder zu früh, noch zu spät zur Arbeit zu kommen, musste ich die ein oder andere Minusminute einfahren.
Christina Staudigl im Schnee
In der zweiten Woche fand dafür aber auch ein legendäres Weihnachtsessen statt. Abends fuhren wir ein paar Dörfer weiter nach Diepersdorf und kehrten dort in eine recht urige Wirtschaft ein. Für die mindestens 50 Leute wurden hintereinander drei riesige Gänge an Buffets aufgebaut. Bei jeder Runde bildeten sich riesige Schlangen, jeder gierte darauf, sich so schnell wie möglich den Teller vollzuladen. Zu recht! Alles was es gab war wirklich Deluxe. Ich nahm mir zur Vorspeise vor allem jede Menge knackigen Feld- und Krautsalat mit unglaublich leckeren Dressings (viel mehr blieb einem am Ende der Schlange auch nicht mehr übrig Zwinkerndes Smiley ). Zum Hauptgang standen dann Ente, Schäuferle, Klöße, Spätzle, Blaukraut, Nudeln mit Gemüse und vieles mehr zur Auswahl. Ich nahm jeweils ein bisschen von den allem erwähnten – weswegen ich mich wohl auch nur an diese erinnere.
Danach waren wir an unserem Eck dann eigentlich schon so voll, dass wir gar nichts mehr essen wollte. Aber der Dessert-Gang war einfach so verlockend. Ich nahm mir ein wunderschön in Einmachgläsern angerichtetes Tiramisu. Daneben waren pyramidenartig Eiskugeln verschiedener Sorten aufgebahrt – wenn ich die auch noch mitgenommen hätte, wäre ich sicherlich geplatzt.
Mit meiner Anleiterin und zwei Erziehern fuhr ich zurück nach Nürnberg. Ich hatte zwar nur Apfelsaft getrunken und so viel Amaretto kann in dem Tiramisu nicht gewesen sein, aber ich war den ganzen restlichen Abend total “high”. Schade, dass ich nächstes Jahr wohl nicht mehr dabei sein darf/kann.
Zu den späten “Heimkehren” wegen der Vereinssitzung und dem Weihnachtsessen kam dieselbe Woche dann noch der Weihnachtswaldgottesdienst des hiesigen Kindergartens dazu. Dieser fand am Waldhaus statt. Die Büsche rund herum wurden mit allerlei Obst, Karotten, Meisenknödeln, Speckringen u.v.m. geschmückt. Und rechts neben der Haustür wurde ein Verkaufsstand aufgebaut. Dort verkauften die ausführenden Eltern Bratwurstbrötchen, Kinderpunsch und Glühwein. Von letzterem bekam auch ich das ein oder andere Tässchen von. Hinterher musste ich zum Glück nicht durch den stockdunklen, verschneiten Wald zurücklaufen. Frau S. die ich schon gut aus der Schule kannte war mit ihrem Enkel und dessen Eltern auch gekommen und hatte diese für mich gebeten, mich zum Bahnhof zu fahren.
Pony Moonfleet im Schnee
Und noch ein drittes Mal im Dezember konnte ich eine gute Menge Plusstunden machen: Ich durfte dem Weihnachtsfest der Schule beiwohnen, wo die Kinder aller Klassen kleine Stücke zum Thema “Weihnachten auf der ganzen Welt” aufführten. Vorher wusste ich auch noch nicht, dass in Italien statt dem Christkind eine Hexe die Geschenke bringt.
Draußen war es zwar den ganzen Monat schön draußen, zumindest solange der Schnee noch frisch und nicht gelb war. Aber natürlich war es auch ziemlich kalt und all die Pflanzen, Pilze und Kleintierchen, mit denen ich bisher beschäftigt hatte, waren natürlich nicht mehr sichtbar. Daher verbrachte ich sehr viel Zeit im Büro.
Natürlich musste ich aber auch noch hin und wieder ins Waldhaus, um den Kindergarten zu empfangen. Dort war aber Anfang des Monats eine Norovirus-Welle ausgebrochen, die das totale Chaos zur Folge hatte. Ein Erzieher nach dem anderen fiel aus. Jeden Tag mussten die Kinder irgendwie anders aufgeteilt werden – auch ich half hin und wieder aus. Vor lauter Stress kam dann auch mehrere Male keiner mehr dazu, mir Bescheid zu sagen, dass der Waldhausbesuch ausfällt. So saß ich ein paar mal mehrere Stunden alleine da oben, wartete und entdeckte schließlich ein neues Forschungsgebiet für mich: Vögel. Denn bei unserem Vogelhäuschen war so einiges los. Mein Freund Tobi besuchte mich auch einige Male mit der Spiegelreflex und machte trotz kaum vorhandenem Licht schöne Aufnahmen – wie Ihr aus vorherigen Blogs sicherlich schon wisst.
Tobias Spiech Haubenmeise
Die Weihnachtsfeiertage bis Silvester arbeitete ich zuhause. Dort setzte ich dann aus diesem neuen Interesse heraus die Idee “Vogelzirkus” um. Bis spätestens Mitte April wird das Ergebnis, ein bunter Vogelkatalog, noch am Waldhaus hängen bleiben.
Ich bin nun etwas im Rückstand, es fehlen immer noch der Monat Januar, der Februar und dann noch das tolle Seminar in Lauenstein, dabei ist auch der März fast schon wieder herum. Die ersten zwei Wochen im April hoffe ich hoffentlich auch noch, dass ich dazu komme, Tagebuch zu führen über die Helgolandexkursion, auf der ich mich dann befinde.
Ihr dürft also gespannt sein… nicht nur wann es weiter geht (ich kommmmmm so selten dazu) sondern auch was demnächst noch alles kommt.
Bleibt mir gewogen, liebe Leser!
Euer Tinschen
Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl Christina Staudigl